Ehrenamtliche Straffälligenhilfe in NRW









Verein/Anschrift Sozialdienst katholischer Frauen (SkF)
Hansaring 20
50670 Köln
Tel.: 0221-12695-92, fax: 0221-12695-94
Email: straffaelligenhilfe@skf-koeln.de
Ansprechperson für
Ehrenamtliche
Dipl. Päd. Ulrike Schlereth
Erreichbar Di 9 - 16.30 Uhr, Mi. 9 - 12.30 Uhr, Do. 9 - 16.30 Uhr
Die Selbstdarstellung/
weitere Informationen
Selbstdarstellung
Schwerpunkte

Ehrenamtliche Hilfe für inhaftierte und haftentlassene Frauen:

Während der Haft

  • Kurse und Freizeitangebote (Kochen, Nachhilfe, Malen, Nähen..)
  • Einzelbegleitung
  • Briefkontakte
  • Kontaktbesuche
  • Begleitung von Ausgängen
  • Gesprächsgruppen

Nach der Haft

  • Kontaktbesuche
  • Begleitung zu Ämtern
  • Gemeinsame Freizeitgestaltung
  • Unterstützung einer evtl. Rückführung von Kindern
  • Hilfe bei der Wohnungs- und Arbeitssuche
  • Unterstützung bei schulischen oder beruflichen Maßnahmen
Kooperationen

Die ehrenamtliche Betreuung wird gemeinsam mit dem SKM Köln durchgeführt.

JVA Köln-Ossendorf (Frauenstrafvollzug)

Treffen für Ehrenamtliche Jeden 1. Montag im Monat von 19.00 bis 21.00 Uhr und jeden 3. Donnerstag im Monat von 18.00 bis 20.00 Uhr. (Bitte um telefonische Anmeldung). Die Treffen bieten die Gelegenheit zum Austausch, zur Praxisreflexion und für aktuelle Informationen und thematische Einheiten.
Nächste Schulung Nächster Ausbildungskurs im März 2005. Jetzt anmelden - auch unter 0221-2074-219 (Helga Bartl beim SKM Köln)
Erstattungen

Fahrtkosten werden in Form einer Pauschale erstattet.

 

 

 

In Köln sind derzeit rund 250 Frauen in der Justizvollzugsanstalt inhaftiert. Selbst wenn diese Frauen "nur" in Untersuchungshaft sitzen, Kurzstrafen verbüßen oder unter das Jugendstrafrecht fallen, so werden doch familiäre, freundschaftliche und soziale Bindungen - falls vorhanden - belastet oder sogar abgebrochen.
Der Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Köln betreut Frauen und Mädchen in individuellen Notlagensituationen, deshalb liegt auch einer der Schwerpunkte ehrenamtlicher Arbeit bei der Begleitung und Betreuung von Frauen während ihrer Haftzeit und nach der Haftentlassung. Die Betreuung von Straffälligen und Haftentlassenen durch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet neue Perspektiven, Chancen und Möglichkeiten für beide Seiten:

  1. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konfrontieren die Klientinnen unmittelbar mit deren eigenem Verhalten in der Vergangenheit und der Gegenwart.
  2. Ehrenamtliche Kräfte finden häufig einen leichteren Zugang zu Straffälligen, da sie nicht durch sozialarbeiterische oder juristische Maßgaben "verordnet" werden.
  3. In vielen verschiedenen Freizeitangeboten üben Ehrenamtliche gemeinsam mit Inhaftierte alltägliche Fähigkeiten und Verhaltensweisen ein. Fähigkeiten, die nötig sind, um nach der Entlassung den ganz normalen Alltag zu bestehen.
  4. Ehrenamtliche bilden eine Brücke zwischen dem Leben "draußen" und dem Leben in Haft.
  5. Straffällige ohne Beziehungen erfahren, Akzeptanz der eigenen Persönlichkeit und Bemühen um einen Menschen, auch wenn die Taten,, die zur Inhaftierung geführt haben, abgelehnt werden.
  6. Ehrenamtliche vermitteln als Multiplikatoren ein realistisches Bild von Strafvollzug und Straffälligen nach draußen und vermitteln die Erkenntnis, dass Delinquenz verschiedenste Gründe haben kann.

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ein Anrecht auf Vorbereitung, Schulung und Qualifizierung.
Der SkF e.V. bereitet die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf ihren Einsatz im Gefängnis mit Einführungskursen (a`12 Treffen) intensiv vor. Bei den ersten Kontakten mit den zukünftigen Klientinnen werden sie von Fachkräften begleitet. Weiterhin organisiert der SkF e.V. Gesprächskreise, um sich mit anderen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auszutauschen, Fortbildungsangebote zu verschiedenen Themen ergänzen das Angebot.

oben